
Das Walpurgisgericht – Tradition erleben, Geschichte genießen
Das Walpurgisgericht ist ein traditionsreiches Fest, das jährlich etwa zehn Tage nach Pfingsten – meist Ende Mai bis Mitte Juni – stattfindet. Ursprünglich geht es auf eine tatsächlich abgehaltene Gerichtsverhandlung in Obernrheinfeld (Oberndorf) bei Schweinfurt am Main zurück, die erst nach dem Gedenktag der heiligen Walburga am 1. Mai stattfinden durfte.
Seit dem Jahr 1438 lag die Dorfherrschaft bei der Reichsstadt Schweinfurt. In dieser Zeit führte ein Schöffengericht, bestehend aus Mitgliedern des Schweinfurter Rates unter Leitung des Schultheißen, die Gerichtssitzung durch. Verhandelt wurden alle rechtlich relevanten Vorfälle des vergangenen Gerichtsjahres, das traditionell vom 1. Mai bis zum 30. April dauerte und damit einer historischen Jahresgliederung folgte.
Heute hat sich das Walpurgisgericht zu einem lebendigen Fest für die ganze Familie entwickelt. Ein besonderer Höhepunkt ist die szenische Aufführung einer historischen Gerichtsverhandlung, die Besucherinnen und Besucher in vergangene Zeiten eintauchen lässt und spannende Einblicke in das damalige Leben und die Rechtsprechung bietet.
Darüber hinaus erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein: Eine hölzerne Pferdebahn begeistert die jüngsten Besucher, während die Oberndorfer Barden und mittelalterliche Spielleute mit stimmungsvoller Musik für authentisches Flair sorgen.
Für eine bequeme Anreise stehen ausreichend Parkmöglichkeiten entlang der umliegenden Straßen sowie auf dem Parkplatz des nahegelegenen Sportvereins zur Verfügung.









