Warum Walpurgisgericht?
Warum Walpurgisgericht?

Warum Walpurgisgericht?

Warum Walpurgisgericht?

Der Gedenktag der Hl. Walburga ist der 1. Mai – der Tag ihrer Heiligsprechung durch den Papst.

In manchen Kalendern war dies auch der erste Tag des neuen Jahres.

Das Gerichtsjahr hat daran festgehalten und hat die Verschiebung von Neujahr auf den 1. Januar nicht mit gemacht. Daher begann das Gerichtsjahr nach wie vor am 1. Mai und endete somit am 30. April des Folgejahres.

Das Walpurgisgericht war ein Schöffengericht mit einem Schultheisz als Vorsitzenden.

Der Schultheisz ist ein Richter, aber er musste für gröszere Vergehen ein ordentliches Gericht mit Schöffen (in unserem Fall Angehörige des Rates der Stadt Schweinfurt) einberufen (hegen). Dies erfolgte aber erst nach Ablauf des Gerichtsjahres, d.h. nach dem 1. Mai – „nach Walburga“, daher die zuerst nur volkstümliche Bezeichnung „Walpurgisgericht“.

Post Scriptum: Es ist auffällig, dass in den schriftlichen Überlieferungen der alten Zeit des öfteren harte Konsonanten an Stellen verwendet werden, die zumindest in den fränkischen Dialekten weich gesprochen werden.

Erklärungsversuch: Die sich selbst als gebildet empfindenden Chronisten, wollten sich damit von der Aussprache der sog. Ungebildeten abheben.

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